Reisen in Corona-Zeiten

Es sind nicht alle Deutschen dieses Jahr besonders reisewütig. Viele von denen, die sonst das Fernweh immer plagt, bleiben lieber entschlossen zuhause. Das ist schon erstaunlich, aber sie wollen keinen Urlaub, der sie überall einschränkt und ein mulmiges Gefühl der Gefahr mit sich bringt. Dazu kommt, dass ein Krankenhausaufenthalt in einem fernen Land in Corona-Zeiten auch nicht unbedingt eine schöne Aussicht ist.

Alternativen müssen also her. Meer und Berge sind die ersten Adressen, wenn es um Urlaub im eigenen Land geht. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass dort dann wieder die Ansteckungsgefahr höher ist, wo alle hinstreben. Und auch wenn man ein einsames Plätzchen am Strand gefunden hat oder eine einsame Wanderung in den Bergen: Am Ausflugslokal, an der Strandbar oder an den Imbissen tummeln sich schnell wieder große Menschentrauben.

Besser ist es daher, sich so oft es geht, selbst zu versorgen und die heimische Gastronomie so zu unterstützen, dass niemand gefährdet wird. Essen abholen ist auch im Urlaub eine gute Sache. Am besten nach Ankunft am Reiseziel mal checken, welche Restaurants gut auf die Hygienemaßnahmen vorbereitet sind oder an welchen es sich schnell mit hungrigen Touris knubbelt. Diese lieber meiden und dann ein paar Straßen weiter oder entfernter sich sein Essen und Getränke holen.

Auch die grüne Wiese ist ein schöner Platz um eine leckere Mahlzeit zu genießen. Es muss nicht immer an Tisch und Stuhl gegessen werden. Flexibilität ist in einer solchen Situation gefordert.

Bollerwagen kaufen und picknicken

Ein wahres Vergnügen ist im Urlaub einfach öfters zu picknicken. Irgendwo an einer schönen Stelle, am Fluss, am Waldesrand oder mitten in der Natur. Mit einem Bollerwagen gelangt man fast überall hin und kann spontane Pausen und Picknicks veranstalten. Weit und breit sind keine Menschen und man hat sein Essen einfach schon mit dabei.

Es gibt heute eine Vielzahl an Bollerwagen Modellen für vielerlei Zwecke. Eines haben sie aber gemeinsam: Es macht nur Spaß mit ihnen länger unterwegs zu sein, wenn sie gute und drehbare Reifen haben. Manche lassen sich nur in eine Richtung bewegen, ob man ein solches Modell möchte, sollte man sich genau überlegen. Viele sind faltbar und lassen sich bequem im Auto verstauen. Das Material ist meist Polyester, das besonders pflegeleicht und robust ist. Es gibt überdachte Bollerwagen, die ideal zum Transport von Kindern und Vierbeiner sind und die natürlich auch das Transportgut besser vor Sonne und Regen schützen. Anschnallgurte kann man installieren. Für Ausflüge an Flussufer oder den Strand und leichte Wanderungen mit glatten Wegen sind moderne Bollerwagen ideal. Auch für alle, die gar nicht weit gehen wollen: Denn sie nehmen den Wagen einfach im Auto mit und packen ihn an einer schönen Stelle auf Reisen aus. Spontane Picknicks sind damit immer und überall möglich!

Campen – Für und Wider

Erstaunlich viele Leute meinen nun, dass Campen eine Alternative zum Pauschalurlaub ist. Aber wer mal genau überlegt, der wird feststellen müssen: Campen ist nicht unbedingt ungefährlicher! Zwar bleiben die meisten dieses Jahr zum Campen im eigenen Land, aber zum Campen gehört nun mal das gemeinsame Nutzen der Sanitäranlagen. Camping-Plätze an den schönsten Stellen dieser Erde sind heiß begehrt und so sind die Sanitäranlagen täglich hoch frequentiert. Bei jeder Toilettennutzung, beim täglichen Duschen benutzt man Türklinken, Knöpfe und Bedienelemente, die etliche andere Menschen auch nutzen.

Zwar hat man sein Zelt oder Wohnwagen für sich alleine, aber trotzdem kommt man täglich in Kontakt mit Flächen, die mit Viren behaftet sein könnten. Da ist man im eigenen Ferienhaus, der Ferienwohnung und auch in Hotels wesentlich sicherer! Campen ist nur dann risikoarm, wenn man einen Camper mit eigener Toilette und Dusche hat.

Es gibt auf jeden Fall viele Möglichkeiten auch in Corona-Zeiten sicher zu verreisen und einen entspannten Urlaub zu genießen. Aber man muss dieses Jahr an alle Details denken. Die Ferienzeit verführt natürlich dazu, die gängigen Maßnahmen zu vernachlässigen. Wer von sich selbst weiß, dass er mit Desinfektionsmittel und Maske eher auf Kriegsfuß steht, ist in einem Ferienhaus ohne Vergnügungsanlagen wie Spaßbäder und Saunen am besten aufgehoben.

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