Vorsicht, Falle! Gebührenfallen bei kostenlosen Kreditkarten vermeidet

Wirbt eine Bank mit einer kostenlosen Kreditkarte, so heißt das aber noch lange nicht, dass diese auch tatsächlich keine Kosten verursacht. In der Regel wird nämlich nur auf die Jahresgebühr verzichtet – wer Geld behebt oder die Kreditkarte im Ausland nutzt, der muss mitunter dennoch Gebühren bezahlen.

Wird immer auf eine Jahresgebühr verzichtet?

In der Regel wird für die Kreditkarte eine Jahresgebühr verlangt – diese kann, je nach Modell und Zusatzleistungen, ein paar Euro betragen, mitunter aber auch im dreistelligen Bereich liegen. Wirbt die Bank mit dem Angebot einer kostenlosen Kreditkarte, so wird in der Regel auf die Jahresgebühr verzichtet. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass es auch keine Zusatzleistungen gibt – so beispielsweise eine Versicherungsleistung.

Mitunter entfällt die Jahresgebühr auch nur dann, wenn von Seiten des Karteninhabers diverse Bedingungen erfüllt werden. So etwa, wenn die Kreditkarte in Verbindung mit einem anderen Bankprodukt (beispielsweise einem Girokonto) abgeschlossen wird. Es gibt aber auch Banken, die bei Erreichen einer jährlichen Umsatzgrenze auf die Jahresgebühr verzichten. In diesem Fall muss aber im Vorfeld geklärt werden, wie hoch die Jahresgebühr ist, sofern der Umsatz vom Karteninhaber nicht erreicht wird.

Fallen Gebühren an, wenn die Kreditkarte im Ausland verwendet wird?

Wird die Kreditkarte außerhalb der Währungsunion genutzt, so fallen in der Regel Gebühren an. Verwendet man die Karte also in den USA, so sind zusätzliche Kosten vorprogrammiert. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte im Vorfeld überprüft werden, wie hoch die anfallenden Gebühren ausfallen können, wenn die Kreditkarte außerhalb des Euro-Raums verwendet wird. Führt man also einen Vergleich über https://www.kreditkartekostenlos.de durch, so ist es wichtig, dass dieser Punkt Berücksichtigung findet.

Wie teuer wird die Bargeldbehebung?

Wer innerhalb Deutschlands mit seiner Kreditkarte Bargeld abheben will, der muss sich mitunter auf richtig hohe Gebühren einstellen. In der Regel werden 2 Prozent des behobenen Betrages in Rechnung gestellt – das heißt, für 300 Euro muss man eine Gebühr in der Höhe von rund 6 Euro bezahlen. Zu beachten ist, dass es eine Minimal- wie Maximalgebühr gibt – wer also 50 Euro behebt und eine Mindestgebühr von beispielsweise 4 Euro bezahlen muss, der sollte lieber gleich einen höheren Betrag abheben.

Zinsen sorgen für Mehrkosten

Wer eine Charge- oder Prepaid-Kreditkarte hat, der braucht sich zumindest nicht um mögliche Kreditzinsen zu kümmern. Bei Charge-Kreditkarten werden alle Umsätze addiert und nach rund vier Wochen vom Referenzkonto abgebucht – jener Kredit, der hier für einen Monat gewährt wird, ist frei von Zinsen und somit kostenlos. Bei der Prepaid-Kreditkarte wird hingegen gar kein Kredit zur Verfügung gestellt – die Karte muss nämlich vor der Verwendung aufgeladen werden. Entscheidet man sich für eine Revolving-Kreditkarte, sodass die angefallene Summe auch in Raten beglichen werden kann, so wird ein richtiger Kredit gewährt – inklusive Zinsen.

Kostenlos ist nicht immer gleich kostenlos

Wird also eine kostenlose Kreditkarte angeboten, so heißt das noch lange nicht, dass keine Kosten entstehen können. Wird ein Kreditkartenvergleich durchgeführt, sollte man daher immer einen Blick auf eine mögliche Bargeldbehebungsgebühr werfen und auch überprüfen, wie hoch die Gebühr ausfallen kann, wenn die Kreditkarte außerhalb der Währungsunion verwendet wird. Zudem ist auch zu überprüfen, ob der Entfall der Jahresgebühr an irgendwelche Bedingungen geknüpft ist – so etwa an einen jährlichen Mindestumsatz.

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